connect

 

offline gehen: verbunden sein

ZDF Beitrag über das medienfreie Abenteuercamp "connect"

ZDF Beitrag über das medienfreie Abenteuercamp “connect”

Schwerpunkt dieses niederschwelligen und universalpräventiv ausgelegten Projektes ist der spielerische Erwerb von Medienkompetenz und die frühzeitige Prophylaxe vor dysfunktionalen Nutzungsmustern. Durch Stärkung der Sozial- und Lebenskompetenzen, sowie dem Erleben von Naturverbundenheit, wird der medialen Überflutung entgegen gewirkt.

connect: offline gehen – verbunden sein. Das Abenteur-Camp der etwas anderen Art. 2 from peterdoering on Vimeo.

Im Namen connect spiegelt sich auch das zentrale Interventionsparadigma wieder: Übernachten und Leben möglichst naturnah, in der “Bayerischen Wildnis”, umgeben von einem ursprünglichem Wald, der die ideale Umgebung für das „Zur-Ruhe-Kommen“ von den Eindrücken der medialen Umwelt und das „Verbunden-Sein“ mit der Natur bietet. Ohne Handy und MP3-Player können sich die Teilnehmer durch verschiedene wildnis- und erlebnispädagogische Methoden weiterentwickeln, soziale Kompetenzen erlernen, in Kontakt mit der eigenen Persönlichkeit kommen und erweitern -pädagogisch begleitet- ihre PC-/internetspezifischen Kompetenzen. Konkret setzen sich die Ziele und Methoden aus den Handlungsfeldern der Medien-, Erlebnis-, Wildnis- und Waldpädagogik, sowie der allgemeinen Suchtprävention zusammen.

Das Angebot von connect richtet sich besonders an Kinder zwischen 10 und 15 Jahren, um einerseits frühzeitig entsprechenden Gefährdungstendenzen entgegentreten und andererseits die vielfältigen Potentiale der Umgebung vor Ort zum spielerischen Lernen voll ausnutzen zu können. Außerdem vollzieht sich in dieser Lebensphase der erste intensivere Kontakt mit den neuen Medien, so nutzen bereits 99% der 12-13-jährigen ein eigenes Mobiltelefon (JIM-Studie 2015). Auch zeigt sich in neueren Untersuchungen zur Pathoplastik von pathologischen PC-/Internetnutzern, dass diese ihr Nutzungsmuster meist in der frühen Adoleszenz entwickelt haben.

connect geht besonders auf Kinder in belasteten Lebenslagen zu. Einerseits profitiert diese Gruppe, aufgrund der vielfach erlebten gesellschaftlichen Ausgrenzung, vom wildnispädagogischen Charakter der Maßnahme, andererseits stellt die Gruppe der sozioökonomisch Benachteiligten und aus problembelasteten Familien stammenden Kindern die Hauptrisikogruppe für einen späteren dysfunktionalen oder gar pathologischen PC-/Internetgebrauch dar.

Das Angebot wird von den Sparkassenstiftungen Zukunft für Stadt und Landkreis Rosenheim finanziert