Seit der Corona-Pandemie sind Verschwörungstheorien und Fake News verstärkt in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Die Pandemie, staatliche Maßnahmen und aktuelle globale Krisen, etwa der Krieg in der Ukraine oder die Konflikte im Nahen Osten, haben bei vielen Menschen Verunsicherung, Kontrollverlust und existentielle Ängste ausgelöst. In sozialen Medien finden vereinfachende Erklärungen, einseitige Narrative und Desinformation dafür einen idealen Nährboden.
Zugleich wächst die gesellschaftliche Spannung: Zweifel an offiziellen Darstellungen werden schnell moralisiert, Menschen gegenseitig etikettiert und Diskurse brechen ab. Die Gefahr einer zunehmenden Polarisierung ist real und betrifft längst nicht nur „die anderen“.
Der Vortrag lädt dazu ein, einen differenzierten Blick auf Fake News und sogenannte Verschwörungstheorien zu werfen. Statt vorschneller Zuschreibungen geht es um psychologische, soziale und mediale Dynamiken, die uns alle betreffen – und um die Frage, wie Dialog auch bei gegensätzlichen Überzeugungen möglich bleibt.
Der Vortrag verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit alltagsnahen Beispielen und bietet Impulse für einen reflektierten, dialogfähigen Umgang mit Desinformation und gesellschaftlicher Spaltung.
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