FreD-Kurse Drucken

Frühintervention für erstauffällige Drogenkonsumenten


Die Mitarbeiter von neon führen FreD als zertifizierte Trainer durch.

FreD ist ein Angebot der Sekundärprävention, das heißt es richtet sich an Jugendliche, die bereits legale oder illegale Drogen konsumieren, missbräuchliche Konsummuster entwickelt haben oder polizeilich auffällig geworden sind.

FreD arbeitet nach dem Prinzip der Kurzzeitintervention, somit können durch den Einsatz der motivierenden Gesprächsführung (MI) und der Ausrichtung auf Lösungs- sowie Ressourcenorientierung auch innerhalb weniger Gruppengespräche nachhaltige Veränderungen des Konsumverhaltens bewirkt werden.

FreD entwickelt bei jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren Risikokompetenz, indem sie lernen ihren Konsum kritisch zu reflektieren, Wissen über Risiken und rechtliche Aspekte erhalten und sich im peer-to-peer Kontext bei der Beendigung oder der Reduktion des Konsums unterstützen.

FreD wird in Kooperation mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft sowie dem Justizwesen durchgeführt und ermöglicht als Diversionsverfahren die Einstellung eines laufenden Ermittlungsverfahrens (§47 JGG). Eine Teilnahme durch richterliche Weisung ist ebenso möglich (§9 JGG) wie die freiwillige Teilnahme oder die Teilnahme durch Initiative anderer Personen oder Einrichtungen (Eltern, Schule, Jugendamt, etc.).

Zur Teilnahme am FreD-Kurs ist ein Vorgespräch obligatorisch. Die Kurse finden i.d. Regel ab 18:00 Uhr in den Räumen der Beratungsstelle oder der Kletterhalle Rosenheim statt. Eine Kurseinheit umfasst 120 min, erlebnis-pädagogische Einheiten dauern 180 min.

neon bietet verschiedene Formen des Kurses mit unterschiedlichen Schwerpunkten an.

 


FreD-div (Vorgespräch, 8 Std. Kurs)

Diversionsverfahren, Experimentierkonsum, ausschließlich Cannabiskonsumenten

FreD (Vorgespräch, 8 Std. Kurs)

Erstauffällige, früher Missbrauch, Konsumerfahrungen mit verschiedenen Drogen

FreD-XL (Vorgespräch, 15 Std. Kurs, erlebnispädagogische Einheit, Drogenscreening)

schädlicher Konsum bzw. hohe Suchtgefährdung, evtl. häufiger Konsum verschiedener Drogen, psychosoziale Schwierigkeiten

FreD-Alkohol (Vorgespräch, 9 Std. Kurs, erlebnispädagogische Einheit)

riskantes Konsummuster von Alkohol, jugendliche Delinquenz

 
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